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seit das 21. Jahrhundert begonnen hat.

Zeit zum Aufwachen,Dornröschen!


Mach die Augen auf. Dein 100 jähriger Schlaf ist vorbei und damit auch das industrielle Mittelalter aus dem Du kommst. Du warst einmal eine wirtschaftliche Schönheit, eine Sleeping Beauty, doch im 21. Jahrhundert gelten andere Schönheitsideale. Entweder Du gehst mit der Zeit, oder Du gehst mit der Zeit. Da wird dich und dein Firmenkönigreich auch kein Investorenprinz mehr retten können. Wer küsst schon gerne eine Sleeping Ugly wach? Dabei ist dein Aussehen gar nicht das größte Problem. Selbst eine Greenwashing-Fitnesskarte und ein Star-Werbetrainer werden dich nicht hübscher zaubern. Heute kommt es nicht mehr auf die äußere Rendite-Schönheit an, sondern auf die inneren Nachhaltigkeits-Werte.

Zu deiner Zeit reichte es aus schön, reich und mächtig zu sein. Es gab noch Kinderarbeit und Sklaverei. Du konntest deinen Untergebenen Hungerlöhne zahlen und sie unter unmenschlichen Arbeitsbedingungen schufften lassen. Die Konzepte für Umwelt, Klima und Tierschutz waren noch nicht erdacht. Grundrechte waren ein Fremdwort und deren Einhaltung Utopie. Steuerliche Gewinnabgaben mussten nur die kleinen Leute zahlen, denn erfolgreiche Firmenimperien bestimmten selbst über die Gestaltung der Gesetze, von denen sie am meisten profitierten (zumindest dahingehend hat sich tatsächlich wenig geändert).

Du hast diesen Weckruf erhalten, weil die Zeit an dir vorbeigegangen ist. Die Einhaltung von Grundrechten, sowie soziale und ökologische Verantwortung, sind weder verhandel-, noch im Ausland umgehbar. Sie gelten überall auf der Welt. Diese Grundsätze können für jemanden mit einer BWL- oder VWL-Kinderstube schwer nachvollziehbar und verwirrend sein. Manche werden es mit dem ersten Weckruf verstehen, andere Börsenprinzessinnen werden tausende Erinnerungen brauchen (oder vorher vom Konsum-Heiratsmarkt verschwinden).

Mach die Augen auf und wach endlich auf.

Oder, um es mit den Worten eines großen zeitgenössischen Philosophen zu sagen:

"Wake the fuck up!"


Samuel L. Jackson

Du hast diesen Weckruf erhalten, weil jemand der Meinung ist, dass Du (Deine Firma/ Unternehmen/ Organisation/ Stadt / etc.) nicht nachhaltig und sozial handelst. Die Soziale Marktwirtschaft verbindet das Prinzip des freien wirtschaftlichen Wettbewerbs mit dem des sozialen Ausgleichs und Fortschritts. Du nutzt nicht-monetäre Leistungen aus der Gesellschaft, wie z.B. Infrastruktur, Sicherheit, Bildungs- und Sozialsysteme. Als Gegenleistung wird von Dir gesellschaftliche Verantwortung erwartet. Die „Sozialpflichtigkeit des Eigentums“ ist sogar ein rechts- und sozialphilosophischer Grundsatz in Deutschland und im Artikel 14 des Grundgesetzes verankert: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“

Trifft das auf Dich zu? Unter welchen Arbeitsbedingungen produzierst Du? Werden bei der Produktion umwelt- oder gesundheitsschädliche Materialien oder Inhaltsstoffe eingesetzt? Hältst Du dich an die allgemeingültigen Menschen- und Tierrechte? Zahlst Du deine Steuern? Vielleicht handelst Du den Gesetzen entsprechend, aber bist Du auch ethisch und moralisch im Recht? Erschaffst Du mit deinen Produkten oder Dienstleistungen einen gesellschaftlichen Mehrwert oder interessiert dich nur der monetäre Profit? Jemand ist der Meinung, dass Du dir über all das und noch viel mehr Gedanken machen solltest. Wer im 21. Jahrhundert erfolgreich sein will, kann nicht weiterhin entgegen den Bedürfnissen von Mensch, Tier und Natur handeln.

Falls Du dir wochenlang den Kopf zerbrochen hast und immer noch glaubst, dass Du diese Nachricht (und damit auch den Eintrag in die CSR-Blacklist) zu Unrecht bekommen hast. Oder Du in der besagten Zeit aus deiner Evil Corp. eine Good Company geschmiedet hast. Dann schreib uns.

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